Im Rahmen dieses Projektes sollten u. a. Lebensräume für den Eremiten, einer nach Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie (FFH) prioritären Art, aufgewertet bzw. geschaffen werden. Ursachen für das geringe Vorkommen des Juchtenkäfers sind vor allem das Entfernen bzw. Verhindern der Entwicklung von alten, höhlenreichen Laubbäumen und Altholzinseln im Wald, in Offenlandschaften und im Siedlungsraum. Außerdem sind zu große und für den Käfer unüberwindbare Distanzen zwischen bereits bewohnten zu anderen als Lebensraum geeigneten Bäumen ebenfalls Ursache seiner Gefährdung. Das Projektgebiet, umfasst das gesamte „FFH-Gebiet 231 Eremit-Lebensräume zwischen Altenburg und Schmölln“ und damit die Osterländer Bäche (Blaue Flut, Gerstenbach und Deutscher Bach) sowie deren Umgebung. Hier sollen Zukunftsbäume (Sommer-Linden und Kopfweiden) für den Eremiten gepflanzt werden. Bestehende Lebensräume werden durch Erhaltungs- bzw. Pflegeschnitte der Brutbäume des Eremiten aufgewertet. Private Anlieger und Gemeinden können sich bei den Projektmitarbeitern melden, wenn sie Interesse an der Pflanzung eines Zukunftsbaumes oder an der Pflege von Kopfweiden für den Eremit haben.

Zielart: Eremit

Projektträger: NfGA, NABU-Stiftung Nationales Naturerbe