NATURA 2000 ist ein Netz von Schutzgebieten innerhalb der Europäischen Union, das seit 1992 nach den Maßgaben der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH-Richtlinie) errichtet
wird. Sein Zweck ist der länderübergreifende Schutz gefährdeter, wildlebender, heimischer Panzen- und Tierarten und ihrer natürlichen Lebensräume. Das Schutzgebietsnetz umfasst FFH-Gebiete und EU-Vogelschutzgebiete. Thüringen ver fügt über 212 FFH-Gebiete und 35 punkthafte FFHObjekte sowie 44 EU-Vogelschutzgebiete. Die Natura 2000-Gebiete umfassen rund 270.000 Hektar, das entspricht rund 17 Prozent der Thüringer Landesäche.

Das Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz ( TMUEN) richtet zum Schutz dieser Gebiete ein Netzwerk von NATURA 2000-Stationen ein. Die NATURA 2000-Stationen dienen als regionale, nichtstaatliche Einrichtungen des Naturschutzes in gemeinnütziger Trägerschaft und arbeiten eng mit der Ver waltung, den betroffenen Landnutzern sowie weiteren Akteuren vor Ort zusammen. Die NATURA 2000-Stationen sollen die langfristige Sicherung des europäischen Schutzgebietsnetzes in Thüringen gewährleisten. Insgesamt haben 11 NATURA 2000-Stationen die Arbeit für den Schutz und die Entwicklung des europäischen Schutzgebietsnetzes „NATURA 2000“ aufgenommen. Drei dieser Stationen werden in Trägerschaft der Naturforschenden Gesellschaft Altenburg e.V. geführt: Obere Saale, Gotha-Ilmkreis und Auen, Moore, Feuchtgebiete.

Gemeinsam mit der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) fördert das Thüringer Umweltministerium ein gemeinsames NATURA 2000-Kompetenzzentrum von BUND Thüringen, NABU Thüringen und dem Deutschen Verband für Landschaftspege (DVL). Das Kompetenzzentrum koordiniert und unterstützt die Arbeit der Natura 2000-Stationen.