Autor: Dirk Hofmann

Und weg…

Kaum zu sehen sind die Tiere in Naturschutzgroßprojekt Senne. Die Besucher können auf den Wanderwegen durch das Gebiet immer wieder spannende Tierbeobachtungen machen. Obwohl kein Zaun von Pferden und Rindern trennt, gibt es keine Konflikte.

Eichenwald

Dieser Eichenwald bei Saalfeld ist ein ehemaliger Niederwald. Hier wurden armdicke Bäume als Brennholz und die Eichenrinde für die Gerberei genutzt. In diesen lichten Wäldern weideten auch die Tiere der umliegenden Bauern.

Wir wollen diese alte Bewirtschaftungsform zusammen mit dem regionalen Förster wieder aufleben lassen, indem die Bäume intensiver genutzt werden und vereinzelt Eichen nachgepflanzt werden.

Kein Problem mit Verjüngung

Im Naturschutzgroßprojekt Senne klappt es ganz gut mit der Waldverjüngung. Obwohl hier Pferde, Rinder und Ziegen im Wald grasen wird mit dem Harvester Holz geerntet. 

Im geplanten Waldweideprojekt Uhlstädter Heide, zwischen Saalfeld und Jena, erhoffen wir uns ähnliche Ergebnisse. Um einen möglichen Unterschied festzustellen dokumentieren wir gerade den Zustand der Bäume, bevor unsere Rinder und Pferde auf die Flächen kommen.

natürlicher Tod

Dieses Rind ist wahrscheinlich aufgrund einer Krankheit gestorben. Das besondere ist, dass Tierkörper eigentlich nicht in der Landschaft liegen und dort von Krähen, Füchsen und vor allem Insekten zersetzt werden dürfen. Stattdessen werden sie meist von der Tierkörperbeseitigung verbrannt. Durch diesen Prozess werden wichtige Nahrungsketten in unseren Landschaften unterbunden.

Mikrohabitate

Bei unserer Exkursion in die Thüringeti bei Crawinkel sind wir über wertvolle kleine Lebensräume gestolpert. Hier grasen auf über 2500 Hektar Fläche halbwilde Pferde- und Rinderherden.  In den Trittspuren der Weidetiere entstehen kurzzeitige Habitate für Frösche und Molche, in den Dunghaufen tummeln sich zahlreiche Insekten. Gerade diese kleinen Lebensräume machen die große Fläche so wertvoll.

Langohr

Bei unserer Flurfahrt durch das Schwarzatal waren wir beeindruckt von den blühenden Bergwiesen und vielen Tierbeobachtungen. Dieser Hase ließ sich nicht von der täglichen Viehkontrolle beeindrucken. Die Bauern in dieser Region bewirtschaften Bergwiesen in schwierigster Lage und helfen somit eine reich strukturierte Landschaft zu erhalten.