Projektlaufzeit Oktober 2020 – April 2022

In den Gewässern des Saale-Orla-Kreises (Wettera, Wisenta und Zeitera) fanden sich ursprünglich zwei Arten von Großmuscheln: die Bachmuschel (Unio crassus) und die Flussperlmuschel (Margaritifera margaritifera). Beide Arten sind zwischenzeitlich ausgestorben, es besteht allerdings das grundsätzliche Potential der Gewässer als Habitat für diese Arten.

Mit dem Projekt wird beabsichtigt, eine gewässeranalytische Grundlage für ein umfangreiches Renaturierungs- und Artenhilfsprojekt für Bachmuschel und auch Flussperlmuschel zu erarbeiten. Mit der späteren Umsetzung von Maßnahmen in dem gesamten Gewässersystem wäre eine Wiederansiedlung der Großmuscheln möglich. Von diesen Maßnahmen würden zahlreiche weitere Arten profitieren (Elritze, Bachforelle, Groppe, Bachneunauge) die auf den Lebensraumtyp „LRT 3260 – Fließgewässer mit flutender Wasserpflanzenvegetation“ angewiesen sind.

Neben Information und Aufklärung zum Artenschutz, steht die Vernetzung aller Beteiligten, wie Fischerei, Landwirtschaft, Wasserwirtschaft und Naturschutz im Fokus des Projekts. Denn nur wenn Behörden, Biologen, Ehrenamtliche und Grundstücksbesitzer eng zusammen arbeiten, können die Großmuscheln in die Gewässer zurückkehren.

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Ansprechpartner

Projektkoordination „Planungsprojekt Bachmuschel und Flussperlmuschel“
Lutz Gebhardt, Naturforschende Gesellschaft Altenburg
E-Mail: gebhardt@nfga.de

Das vom Freistaat Thüringen geförderte Projekt wurde durch Mittel der Europäischen Union im Rahmen des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) kofinanziert.