26.11.2013 – Auen – Zentren der Artenvielfalt – Neue Wege für Schutz und Nutzung

Nicht erst seit der letzten Hochwasserkatastrophe steht die Landwirtschaft in der Kritik. Bis auf die Ebene der Europäischen Union wird an einer Neuorientierung der Nutzung von Auen gearbeitet. Den Auen Raum geben, die Nutzung naturverträglich anpassen, Dynamik wieder zulassen und damit vielen Tier- und Pflanzenarten einen Lebensraum bieten, sind Forderungen, die nicht nur von Umweltverbänden aufgestellt werden. Es ist mittlerweile gesellschaftlicher Konsens, dass sich etwas ändern muss. Edgar Reisinger von der Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie in Jena ist für die Gestaltung der EU Agrar-Förderprogramme Teil Naturschutz zuständig. Diese werden zukünftig naturverträgliche Nutzungsarten besonders fördern. Der Ökologe Reisinger ist zudem in Deutschland einer der Wegbereiter großer Weidelandschaften. Diese orientieren sich an der ehemals natürlichen Nutzung unserer Landschaft durch große Pflanzenfresser. Dazu gehörten auch die Urformen von Rind und Pferd – Auerochse und Wildpferd. In seinem Vortrag: “Auen – Zentren der Artenvielfalt – Neue Wege für Schutz und Nutzung” am Dienstag, dem 26.11., im Naturkundemuseum Mauritianum in Altenburg wird er auf Änderungen in der Nutzung von Auen eingehen, die notwendig sind und von der EU zukünftig besonders honoriert werden sollen. Der Vortrag beginnt um 18 Uhr.

24.11.2013 – Hochwasser – Überflutungen im Altenburger Land: 2002 und 2013

Hochwasser – eine Sonderausstellung im Mauritianum Altenburg

Unter dem Motto „Den Flüssen wieder mehr Fläche geben – Breitwasser statt Hochwasser!“ steht die Sonderausstellung des Mauritianums, die am Sonntag, den 24.11.2013 um 15 Uhr eröffnet wird. Fotografien aus der Luft zeigen eindrücklich, wo sich das Wasser der Pleiße und deren Zuflüsse wieder Raum nahm. Aus der Vogelperspektive betrachtet, werden einige der Ursachen für die Schäden in den Siedlungen offenbar. „Da sind nur wenige Worte notwendig“, sind sich die Mitarbeiter des Mauritianums einig.
Der Biologe Detlef Stremke aus Weimar dokumentierte die Hochwasserereignisse der Jahre 2002 und 2013 vom Flugzeug aus. Der Vergleich der Aufnahmen zeigt, dass in den elf Jahren nur eine Maßnahme ergriffen wurde, um dem Wasser den notwendigen Raum in der Aue zu geben.

Hochwasser

17.11.2013 – Naturkunde für Kinder – Expedition rund um die Haselbacher Teiche – Wasservögel kennenlernen (Teil 2)

Wasservögel kennenlernen – Exkursion für Kinder rund um die Haselbacher Teiche

Am Sonntag, dem 17. November, lädt das Naturkundemuseum Mauritianum Altenburg naturinteressierte Kinder mit ihren Eltern zu einer Exkursion rund um die Haselbacher Teiche ein. Bei dieser Veranstaltung aus der Reihe „Naturkunde für Kinder“ steht die Wasservogelwelt der extensiv bewirtschafteten Fischteiche im Mittelpunkt. Mit dem Fernglas ausgerüstet geht es auf die Suche nach Silberreihern, Blässhuhn, Löffelente, Tafelente oder Gänsesäger. Vielleicht gelingt es den Kindern sogar, die Kormorane auf dem großen Inselbaum zu zählen, einen fischenden Eisvogel zu erspähen oder seltene Wintergäste unter den Wasservögeln zu entdecken. Die Expedition beginnt um 14 Uhr an der Kläranlage Haselbach. Wenn vorhanden, bitte ein Fernglas mitbringen.

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15.11.2013 – 20 Uhr – Ekkehard Jost – Jazzgeschichten aus Europa

Ekkehard Jost – Jazzgeschichten aus Europa

Ekkehard Josts „Jazzgeschichten aus Europa“ erzählen von besonderen Phasen und Stationen eines jahrzehntelangen historischen Prozesses, in denen eine amerikanische Musik namens „Jazz“ die europäische Musikkultur gründlich und nachhaltig aus dem Gleichgewicht brachte. Und sie richten ihr Interesse dabei auf Ereignisse, denen etwas Außergewöhnliches und daher Aufsehenerregendes innewohnte: das jähe Eindringen des „wilden“ Jazz in das biedere Musikleben westeuropäischer Metropolen der 1920er Jahre; das wechselvolle Schicksal jazzmusikalischer Aktivitäten unter den Regimes des sowjetischen Stalinismus und des deutschen Nationalsozialismus; die bizarre Situation der französischen Jazzszene während der Besetzung durch die deutschen Truppen; die europaweite Jazz-Euphorie der Nachkriegsjahre, in der der Jazz als Musik der Befreiung galt, ihr allmähliches Abklingen unter dem Einfluss des Rock ‚n’ Roll und der Beat Music, und – zu guter Letzt – die viel beschworene „europäische Jazz-Emanzipation“, in der sich europäische Musiker anschicken, den Vaterfiguren des amerikanischen Jazz den Rücken zu kehren und eigene Wege zu gehen. Josts Blick ist dabei immer auch auf die politische Dimension des Jazz gerichtet, eine Musik, die immer auch die gesellschaftlichen Verhältnisse zum Tanzen bringen wollte.

Die Lesung wird begleitet von Musik des Trios Ekkehard Jost (Saxophon-Rainer Wintersckladen (Trompete) und Dieter Manderscheidt (Bass)

Ekkehard Jost ist Jazzsoziologe und Musiker. Als langjähriger Professor für Musikwissenschaft hat er mit seinen Publikationen in der internationalen Jazzforschung Wegmarken gesetzt. Im Dezember 2000 wurde er mit dem Hessischen Jazzpreis ausgezeichnet. Als Baritonsaxophonist ist er den freien Spielweisen des Jazz verbunden. Veröffentlichungen u. a. „Free Jazz“.

Quelle: http://www.jazzmeile.org

10.11.2013 – 10 bis 17 Uhr – Zierfisch- und Wasserpflanzenbörse

Abschlussbörse der Ausstellung „105 Jahre organisierte Aquaristik in Altenburg“ – es werden neben eigens mitgebrachten Tieren und Pflanzen auch Ausstellungsexemplare zum Verkauf angeboten.
Eine Veranstaltung der Fachgruppe für Aquarien- und Terrarienkunde „Limnophila“ Altenburg.