Die Naturforschende Gesellschaft Altenburg lädt am 09. Mai 2017 um 18.00 Uhr zu einer Entdeckungstour durch das Naturschutzgebiet „Haselbacher Teiche“ ein. Diese wurden 1521 künstlich angelegt und dienen über die Jahrhunderte bis in die Gegenwart der Fischzucht. Ende des 20. Jh. führte die intensive Bewirtschaftung zum Rückgang gebietstypischer Vogel- und Amphibienarten. Nachdem 2004 der NABU Altenburger Land e. V. die Pacht übernahm und extensive Fischwirtschaft betreibt, hat sich der Zustand des Teichgebietes wieder verbessert. Karpatenbüffel übernehmen die Strukturierung der Feuchtwiesen, Kleingewässer und Schilfbereiche. Über 200 Vogelarten konnten in einer Studie von 2000 bis 2012 im Gebiet nachgewiesen werden. Für einige seltene Wasservögel, wie Zwergdommel, Wasserralle, Teichhuhn oder Zwergtaucher gehört das Teichgebiet zu den wichtigsten Brutgebieten in Thüringen.
Leitung: Wilfried Zimmermann, Naturkundemuseum Mauritianum der Naturforschenden Gesellschaft Altenburg/NABU Altenburger Land und Dr. Alexander Borowski, Natura 2000-Station „Auen, Moore, Feuchtgebiete“
Foto: Wasserbüffel
https://www.nfga.de/nfga02/wp-content/uploads/2015/05/church-logo2.png156427rockstrohhttps://www.nfga.de/nfga02/wp-content/uploads/2015/05/church-logo2.pngrockstroh2017-04-27 07:47:172017-04-27 07:47:1709.05.2017 – 18 Uhr – Im Revier der Wasserbüffel – Eine Entdeckungstour im Naturschutzgebiet „Haselbacher Teiche“
Pfeifen, zwitschern, schlagen, tirilieren, klingeln, flöten, schmettern – so verschieden sind die Gesänge unserer heimischen Vögel, die im Frühling beginnen, ihre Reviere abzustecken und Nester zu bauen.
Wer sich im Erkennen heimischer Vogelarten anhand derer Stimmen üben möchte, kann sich zu einer Vogelstimmenexkursion, am 29. April um 8.00 Uhr, unter Führung von Mike Jessat einfinden. Auf dem Weg über den städtischen und kirchlichen Friedhof in Altenburg gibt es zur Morgenstunde eine große Vielfalt zu erlauschen. Mit etwas Glück lässt sich auch der eine oder andere Vogel blicken, weshalb wir empfehlen, ein Fernglas mitzubringen. Besonderheiten in den vergangenen Jahren waren dort das mit zarter Stimme wispernde Wintergoldhähnchen und einige Male auch ein kräftig „schlagendes“ Nachtigall-Männchen.
Foto: Altenburger Friedhof
Foto: Grünspecht
https://www.nfga.de/nfga02/wp-content/uploads/2015/05/church-logo2.png156427rockstrohhttps://www.nfga.de/nfga02/wp-content/uploads/2015/05/church-logo2.pngrockstroh2017-04-18 11:42:002017-04-18 11:42:0029.04.2017 – 08:00 Uhr – "Morgengezwitscher auf dem Altenburger Friedhof" – Vogelstimmenexkursion
Das Naturschutzgebiet „Leinawald“ befindet sich östlich von Altenburg. Typisch für die Altenburger Lößlandschaft ist die Laubmischwaldform in verschiedenen Ausprägungsformen wie Traubeneichen-Hainbuchenwald, Schaumkraut-Erlenwald, Stieleichen-Hainbuchenwald. Hier gibt es zahlreiche seltene Arten wie beispielsweise die Mopsfledermaus, aber auch das Thüringer Hauptvorkommen des Springfrosches. Gemeinsam mit den beiden Leina-Kennern Herrn Wolfgang Paritzsch und Dr. Hartmut Baade laden wir Sie am 22. April 2017 um 9.00 Uhr herzlich zu einem etwa 2-3 stündigen Streifzug durch den Leinawald ein. Vorbei an der wiederentdeckten „Elisabeth-Quelle“ bietet sich den Teilnehmern die Gelegenheit, in der Frühlingskulisse des Leinawaldes allerlei Wissenswertes über dessen Pflanzen und Tierwelt sowie über die Geschichte und Waldentwicklung zu erfahren. Mit zu bringen sind wetterfeste Kleidung und ein Fernglas.
Ort: Senioren-Wohnpark Klausa, Am Leinawald 47/48, 04603 Nobitz
Leitung: Wolfgang Paritzsch, Revierförster a.D. und Dr. Hartmut Baade (beide Naturforschende Gesellschaft Altenburg), Dr. Alexander Borowski, Natura 2000-Station „Auen, Moore, Feuchtgebiete“
Foto: Waldtümpel
https://www.nfga.de/nfga02/wp-content/uploads/2015/05/church-logo2.png156427rockstrohhttps://www.nfga.de/nfga02/wp-content/uploads/2015/05/church-logo2.pngrockstroh2017-04-12 10:28:242017-04-12 10:28:2422.04.2017 – 09:00 Uhr – Frühjahrswanderung durch den Leinawald
Amsel, Drossel, Fink und Star erkennen Sie schon? Aber was pfeift und singt denn da noch? Zum Erkennen unserer gefiederten Mitbewohner spielt der Gesang eine wesentliche Rolle. Das Naturkundemuseum Mauritianum lädt am 15. April um 8.00 Uhr zu einer Vogelstimmenexkursion in den historischen Schloßpark Altenburg ein, wo eine Vielzahl an Vogelstimmen zu hören ist. Doch welche Stimme gehört zu welchem Vogel? Mike Jessat stellt die Vögel des Parks vor, welche ihre Brutreviere bezogen und teilweise mit dem Nestbau begonnen haben. Es werden ca. zwanzig Vogelarten erwartet, so dass diese Exkursion gut für „ornithologische Einsteiger“ aber auch zur Auffrischung der Kenntnisse aus den Vorjahren geeignet ist. Nach der Tour bietet sich ein Besuch des Naturkundemuseums Mauritianum an, welches ab 10 Uhr geöffnet ist (Eintritt frei). Mitzubringen sind wetterfeste Kleidung und ein Fernglas.
Aufmerksame Wanderer werden in den vergangenen Wochen das emsige Treiben auf der sog. Lehrgrenze aber auch auf anderen Heideflächen im Pöllwitzer Wald bemerkt haben. Im Auftrag des von Freistaat Thüringen und Europäischer Union geförderten Projektes zur Entwicklung von Natur und Landschaft „Zwergstrauchheiden Pöllwitzer Wald“ des Altenburger Naturkundemuseums Mauritianum wurden dringend notwendige Pflege- und Erhaltungsmaßnahmen umgesetzt.
Zwergstrauchheiden – das sind die überwiegend von Heidekraut aber auch von Heidel- und Preiselbeeren bewachsenen, trockenen Offenlandbereiche inmitten des Pöllwitzer Waldes. Sie entwickelten sich einst vor allem auf den militärisch genutzten Bereichen der sog. Lehrgrenze, des Schießplatzes, des Taktik-Geländes und des Sprengmittelplatzes. Bis etwa 1990 wurden sie durch Militärfahrzeuge aber auch durch kleinere Brände „gepflegt“ und so auch verjüngt. Danach versuchten ehrenamtliche Naturschützer und die Untere Naturschutzbehörde den auch nach EU-Recht geschützten Lebensraum mit seinen seltenen, licht- und wärmeliebenden Tier- und Pflanzenarten zu erhalten. Doch trotz aller Mühen verschlechterte sich der Zustand der Zwergstrauchheiden dramatisch. 1997 existierten etwa 35 ha Heide, 2013 nur noch 21 ha. In den darauf folgenden Jahren verringerte sich der Bestand immer mehr. Im Spätsommer 2016 konnten lediglich 9,6 ha Zwergstrauchheide erfasst werden. Viele der zuvor als Heide charakterisierten Flächen waren nur noch als Entwicklungsflächen einzustufen. Und das obwohl in ihnen die typischen Pflanzenarten vorkamen. Schuld waren vielmehr die üppig aufgewachsenen Birken, die die Heide zu stark beschatteten.
In Abstimmung und enger Zusammenarbeit mit dem Flächeneigentümer, der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) und ihrer gemeinnützigen Tochtergesellschaft DBU Naturerbe GmbH, dem Bundesforstbetrieb und der Unteren Naturschutzbehörde (UNB) konnte nun im Rahmen des oben genannten Projektes der Birkenjungwuchs durch ortsnah ansässige Firmen beseitigt werden. Allein durch diese Freischneidearbeiten erhöhte sich der Bestand an Zwergstrauchheide wieder auf fast 14 ha. Zusätzlich wurden auf einer etwa 2,4 ha großen Testfläche im Bereich der Lehrgrenze neben dem Birkenaufwuchs auch die Moos- und Grasschicht entfernt. Der dichte Wurzelfilz verhinderte bisher das Auskeimen der winzigen, aber über Jahrzehnte lebensfähigen Samen des Heidekrauts. Momentan erinnert diese Fläche eher an einen gut vorbereiteten Acker. Aber hier bietet sich der Zwergstrauchheide nun endlich wieder die Chance zur Verjüngung. Auch wenn in diesem Spätsommer nicht überall ein lila Blütenmeer bewundert werden kann, steigt für den Besucher dennoch der Erholungs- und Erlebniswert des Gebietes. Das menschliche Auge liebt die Abwechslung. Und diese ist auf den sich neu entwickelnden Flächen garantiert.
Um die erneute Verbuschung der Flächen langfristig zu verhindern, wird die Lehrgrenze noch in diesem Jahr durch Ziegen, Schafe und möglicherweise auch zwei Esel beweidet. Schafe sind vielen aus der Lüneburger Heide bereits als Heidepfleger bekannt. Ziegen mögen die frischen Blätter neu aufwachsender Bäume und Sträucher. Esel wiederum fressen gern Gräser, welche Ziegen und Schafe verschmähen. Außerdem schaffen sie durch Suhlen kleinflächig Bereiche ohne Pflanzenwuchs. Hier legen wärmeliebende Insekten ihre Eier ab. Und auch das Heidekraut kann dort keimen. Die Weidetiere helfen also beim Erhalt der Heide. Für sie wird ab Ende April ein Weidezaun errichtet. Dann können Spaziergänger die tierischen Landschaftspfleger bei der Arbeit beobachten.
Im vergangenen Sommer beschatteten unzählige junge Birken die Zwergstrauchheiden.
Auf solchen Freiflächen fühlt sich auch die in ihrem Bestand gefährdete Heidelerche wohl.
Hier wurden Bedingungen geschaffen, in dem junges Heidekraut aufwachsen kann.
Esel sind bald auch im Pöllwitzer Wald als Landschaftspfleger im Einsatz.
https://www.nfga.de/nfga02/wp-content/uploads/2015/05/church-logo2.png156427rockstrohhttps://www.nfga.de/nfga02/wp-content/uploads/2015/05/church-logo2.pngrockstroh2017-04-07 15:23:372017-04-07 15:23:37Neuigkeiten aus dem Pöllwitzer Wald
Gemeinsame Exkursion der Natura-2000-Station „Gotha-Ilmkreis“ und der Naturforschenden Gesellschaft Altenburg (NfGA)
Datum: 09. April 2017, 8:30 Uhr
Dauer: 3,5 Stunden
Treffpunkt: Tankstelle Mühlberg, 99869 Mühlberg,
Wanderslebener Straße 24
Koordinaten: 50°52‘25.5“N, 10°49‘49.2“E
Leitung: Dr. Wolfgang Klug (Gotha) Frühlingserwachen an den Burgbergen der Drei Gleichen
Vom Parkplatz aus führt die Wanderung mit Blick zur Mühlburg hinauf auf den Höhenzug der Schlossleite. Unter dem noch lichten Blätterdach des Eschen-Ahorn-Schatthangwaldes am Nordhang können wir uns am Frühblüheraspekt mit Märzenbecher (Leucojum vernum) und Gelbem Windröschen (Anemone ranunculoides) erfreuen. In den alten Eichenmischwäldern auf dem Plateau finden wir zudem das Leberblümchen (Hepatica nobilis).
Im Gegensatz zu den artenreichen Waldlebensräumen führt uns die zweite Etappe auf die einzigartigen offenen, bunten Ton-Mergel Flächen, den sogenannten „Badlands“, am Hang der Burg Gleichen. Sie gehen über in kontinentale Trocken- und Halbtrockenrasen, wo Hunderte Frühlings-Adonisröschen (Adonis vernalis) die sonst noch kargen Rasen goldgelb erstrahlen lassen.
https://www.nfga.de/nfga02/wp-content/uploads/2015/05/church-logo2.png156427rockstrohhttps://www.nfga.de/nfga02/wp-content/uploads/2015/05/church-logo2.pngrockstroh2017-04-07 14:54:512017-04-07 14:54:5109.04.2017 – 8:30 Uhr – Frühlingserwachen an den Burgbergen der Drei Gleichen